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It´s Teatime! Was Sie über Tee noch nicht wussten

Wenn es draußen regnet oder stürmt, können wir es uns in den eigenen vier Wänden mal wieder so richtig gemütlich machen. Natürlich mit allem, was dazugehört – Kerzenschein, kuscheligen Decken und einem guten Buch. Und noch etwas darf nicht fehlen, wenn wir uns eine kleine Auszeit vom hektischen Alltag nehmen – eine Tasse Tee. Das leckere Heißgetränk wärmt nicht nur von innen, sondern sorgt auch für Wohlbefinden. Noch dazu versorgen wertvolle Inhaltsstoffe den Körper mit Kraft und Energie. Doch wie bereitet man eigentlich eine perfekte Tasse Tee zu? Und gibt es Sorten, die besonders gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzen? Liebe Leserinnen, wir laden Sie heute zu einer gemütlichen Tasse Tee mit uns ein und verraten Ihnen viele spannende Infos rund um das wohltuende Aufgussgetränk.

Der Geschmack: Die große Aromavielfalt der Teepflanze

Die Geschmacksvielfalt verschiedener Teesorten macht das gesunde Heißgetränk zu einer beliebten Alternative zu Wasser, Saft oder Kaffee. Ob schwarzer Tee mit Milch und Honig, grüner Tee mit einem Schuss Zitronensaft, exotischer Früchtetee, bekömmlicher Kräutertee oder lieblicher weißer Tee – die verschiedenen Teesorten unterscheiden sich durch Geschmack, Aroma und Farbe. Grüner, weißer, gelber und schwarzer Tee sind die Erzeugnisse ein und derselben Teepflanze. Die Blätter dieser Teepflanze werden nach dem Ernten auf verschiedene Art und Weise weiterverarbeitet. Durch unterschiedliche Lagerungs- und Fermentationsprozesse wird aus den Teeblättern schließlich eine bestimmte Teesorte. Und die sorgt dann pur, oder teilweise mit Aromen oder Gewürzen angereichert, für sinnliche Geschmackserlebnisse. Würzige Kräuter- oder belebende Früchtetees bestehen hingegen aus getrockneten Pflanzenteilen, die ihr vollmundiges Aroma durch das Ziehen im heißen Wasser entfalten.

Die Wirkung: Inhaltsstoffe, die (kleine) Wunder bewirken

Der wohltuende Geschmack und der intensive Duft der Teeblätter und der getrockneten Pflanzenteile steigern nicht nur unser Wohlbefinden. Die enthaltenen Vitamine und Nährstoffe können mitunter sogar eine gesundheitsfördernde Wirkung auf Körper und Geist haben. So wirkt schwarzer Tee durch seine Gerbstoffe leicht antibakteriell und beruhigt den Magen-Darm-Trakt. Grüner Tee entgiftet den Körper und stärkt durch die Vitamine A, B2 und C außerdem das Immunsystem. Und auch beruhigender Rooibos-Tee kann uns durch wichtige Vitamine und Inhaltsstoffe wie Magnesium und Zink vor lästigen Erkältungen schützen. Zudem enthält er kein Koffein und kann somit auch am Abend genossen werden. Ebenso wie grüner Tee verfügt Rooibos-Tee außerdem über jede Menge Antioxidantien, die die Zellerneuerung unterstützen und die Haar- und Nagelstruktur stärken. Kein Wunder also, dass insbesondere grüner Tee gerne auch für Beauty-Anwendungen genutzt und als Inhaltsstoff in reinigendem Gesichtswasser, heißen Dampfbädern oder porenverfeinernden Masken verwendet wird. Und auch Kräutertees sind wahre Multitalente, die Körper und Geist auf ganz natürliche Weise dabei unterstützen, fit und ausgeglichen zu bleiben. So wirkt Kamillentee nicht nur entzündungshemmend, sondern auch antibakteriell und sorgt als Inhaltsstoff im Dampfbad für ein reineres Hautbild, während Baldriantee beruhigt und entspannt. Somit können Sie den wohltuenden Kräutertee ideal als natürlichen Schlummertrunk genießen.

Die Zubereitung: Was sollte man beim Tee Aufgießen beachten?

Durch verschiedene Lagerungs- und Fermentationsprozesse entwickeln die Teesorten ganz unterschiedliche Aromen. Damit sich diese Aromenvielfalt voll und ganz entfalten kann, gilt:

  • Kochen Sie das Teewasser im besten Fall nur ein einziges Mal auf, damit es möglichst sauerstoffreich ist, wenn Sie Ihren Tee aufgießen. Schwarzen Tee können Sie mit circa 95°C warmem Wasser überbrühen. Um grüne oder weiße Tees zuzubereiten, ist eine Wassertemperatur von 70°C ideal. Bei der Zubereitung von Kräuter- oder Früchtetees entscheidet Ihr persönlicher Geschmack darüber, wie aromaintensiv Sie Ihren Tee genießen möchten.
  • Die Ziehzeit ist abhängig von der jeweiligen Teesorte. Für Teesorten, die Koffein enthalten, gilt: Je kürzer die Ziehzeit, umso anregender ist der Tee. Je länger Sie Ihren Tee hingegen ziehen lassen, desto beruhigender ist er. Um einen bitteren Geschmack zu vermeiden, sollten Sie Schwarz- und Grüntees jedoch am besten nicht länger als fünf Minuten ziehen lassen. Die ideale Ziehzeit beträgt circa 3 Minuten.

Verschiedene lose Teesorten in einer Teebox aus HolzDie Qualität: Woran erkennt man  hochwertigen Tee?

Ein qualitativ hochwertiger Tee zeichnet sich durch einen vollmundigen Geschmack und ein intensives Aroma aus. Doch woran können Sie die Qualität verschiedener Teesorten erkennen, wenn Sie im Supermarkt vor einem gut sortierten Regal stehen? Mittlerweile werden sowohl lose Tees als auch Teebeutel mit bestimmten Kennzeichnungen versehen, die die aromatischen Eigenschaften der Tees klassifizieren. Anhand der Buchstaben TGFOP können Sie hochwertige Tees erkennen. Dabei steht T für Tippy, zu Deutsch Spitze, G für Golden und F für Flowery. Die Kennzeichnungen OP (Orange Pekoe) und BOP (Broken Orange Pekoe) markieren hingegen etwas minderwertigere Tees. Teesorten ohne Gütekodierung bestehen meist aus Teeresten und weisen wenig Qualität auf.

Ob schwarzer Tee, grüner Tee, weißer Tee, Früchtetee oder Kräutertee – am besten schmeckt das wohltuende Heißgetränk, wenn Sie es bewusst genießen und die Zubereitung ausgiebig zelebrieren. Immerhin schwören darauf nicht nur die Zen-Mönche aus Japan, sondern auch unsere Nachbarn aus Großbritannien. Wir hoffen, wir konnten Sie für eine (perfekt aufgebrühte) Tasse Tee begeistern und wünschen Ihnen viele entspannte Momente, wenn es heißt: It’s Tea Time!