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Sonnencreme, Öl, Spray & Co.: So finden Sie den richtigen Sonnenschutz für Ihre Haut

Gibt es im Sommer etwas Schöneres, als strahlenden Sonnenschein? Er wärmt nicht nur angenehm und lädt zum entspannten Sonnenbad, sondern ist zudem ein natürlicher Vitamin D- und Gute-Laune-Booster. Wenn der Körper das Sonnenlicht in Form von UV-B Strahlung aufnimmt, steigt zusätzlich die Produktion des sogenannten Glückshormons Serotonin, das merklich das Wohlbefinden heben kann. Ein netter Nebeneffekt: Die Haut bräunt und die Sonnenstrahlen verleihen uns einen herrlich sommerlichen Teint.

Doch häufig geht es schneller als gedacht und der berüchtigte Sonnenbrand macht sich bei nicht ausreichendem Sonnenschutz bemerkbar. Er ist unangenehm bis schmerzhaft und kann auch ein Gesundheitsrisiko darstellen. Daher ist es wichtig, unser größtes Sinnesorgan nicht nur vor einem ausgiebigen Sonnenbad, sondern jeden Tag typgerecht zu schützen. Lesen Sie in diesem Beitrag, welcher – zwischen all den verschiedenen Cremes und Lotions mit den unterschiedlichen Lichtschutzfaktoren – der richtige Schutz für Ihre Haut ist und was Sie beachten sollten.

Der passende Sonnenschutz für Ihren Hauttyp

Sonnencreme auf Haut

Welcher Sonnenschutz für Sie der passende ist, ist zunächst einmal von Ihrem individuellen Hauttyp abhängig. Sicher haben Sie bereits von der Eigenschutzzeit der Haut gehört. Sie definiert, nach welcher Zeitspanne die Haut bei ungenügendem Schutz verbrennen kann. Je nachdem, wie hell oder dunkel Ihr Teint sowie Ihre Augen- und Haarfarbe sind, wie sich Ihre Haut in der Sonne verhält und wie schnell sie bräunt, lassen sich Rückschlüsse darüber ziehen, wie empfindlich und schutzbedürftig Ihre Haut gegenüber der Sonne ist.

Die Hauttypen im Überblick

Personen mit blondem bis rötlichem Haar, einem hellen Teint, der bereits nach kurzer Zeit mit Rötungen auf die direkte Sonneneinstrahlung reagiert, gehören in der Regel den Hauttypen 1 oder 2 an. Sie haben häufig Sommersprossen und ihre Haut bräunt generell kaum oder nur sehr langsam. Die ungeschützte Haut ohne Vorbräunung hat in diesen Fällen eine Eigenschutzzeit von drei bis maximal 20 Minuten. Der Mischtyp oder auch Hauttyp 3 ist in mitteleuropäischen Breitengraden am weitesten verbreitet. Er zeichnet sich durch eine helle bis mittlere Hautfarbe aus. Das Feld der möglichen Augenfarben bewegt sich zwischen Blau, Grau, Grün und Braun und auch der Bereich der Haarfarben deckt von blondem bis schwarzem Haar eine weite Bandbreite ab. Der Hauttyp 3 leidet selten an Sonnenbrand und bräunt schnell. Die Eigenschutzzeit der Haut liegt zwischen 20 und 30 Minuten.

Personen mit dem Hauttyp 4 bis 6 ordnen sich bei den mediterranen oder dunklen Hauttypen ein. Ihr Teint reicht von olivfarben bis hin zu einer dunklen Hautfarbe und auch die Augen- und Haarfarbe weist fast immer eine dunkle Schattierung auf. Dieser Hauttyp hat eine Eigenschutzzeit von bis zu 90 Minuten – je nach Schattierung der Haut.

Unsere Empfehlung: Je niedriger die Einstufung des Hauttyps, desto höher sollten Sie den Lichtschutzfaktor Ihrer Sonnencreme wählen. Doch auch mit einem dunkleren Teint und höherer Eigenschutzzeit sollten Sie jederzeit auf ausreichenden Schutz Ihrer Haut achten.

Der richtige Lichtschutzfaktor für Ihre Bedürfnisse

Sonnenmilch, Sonnenbrille und Hut am Pool

Was hat es eigentlich genau mit dem Lichtschutzfaktor auf sich? Wenn Sie Ihren Hauttyp identifiziert haben und wissen, wie lang die Eigenschutzwirkung Ihrer Haut anhält, lässt die Anzahl der Minuten multipliziert mit dem LSF Ihres Pflegeproduktes Rückschlüsse darüber zu, wie lange Sie sich über die individuelle Eigenschutzzeit hinaus in der direkten Sonneneinstrahlung aufhalten können. Bitte beachten Sie: Eine zuverlässige Bestimmung des Hauttyps kann nur durch einen Dermatologen vorgenommen werden!

Ein Rechenbeispiel: Angenommen Sie entsprechen dem Hauttyp 3, Ihre Haut hat eine Eigenschutzzeit von 20 Minuten und Sie beschließen, sich mit einem Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor 30 zu schützen. In diesem Fall würde die Schutzzeit 600 Minuten betragen (20 Minuten x LSF 30 = 600). Experten raten jedoch dazu, den Sonnenschutz spätestens nach zwei Dritteln der angegebenen Zeit zu erneuern, vor allem dann, wenn Sie sich zwischendurch im kühlen Nass erfrischen. Auch Schweiß kann die Wirksamkeit Ihres Sonnenschutzes beeinträchtigen. Denken Sie daher unbedingt daran, regelmäßig nachzucremen. Je höher der Lichtschutzfaktor ist, desto länger ist also auch die Zeitspanne, die Sie, bei entsprechendem Schutz, in der Sonne verbringen können. Dennoch ist es empfehlenswert, die starke Mittagssonne zu meiden – gerade im Hochsommer und in südlichen Breitengraden, da hier die UV-Strahlung besonders intensiv ist.

Tipps rund um den richtigen Sonnenschutz

Cremetiegel

Grundsätzlich gilt: Sie sollten rund um das Jahr eine pflegende Tagescreme mit leichtem Lichtschutzfaktor wählen, denn auch im Winter können die Sonnenstrahlen einen Einfluss auf die Gesundheit der Haut haben. Eine Hautpflege für den täglichen Bedarf deckt häufig bereits einen niedrigen LSF von 15 bis 25 ab und lässt sich somit ganz einfach in Ihre tägliche Morgen-Routine integrieren. Im Frühjahr sollten Sie Ihre Haut langsam und schonend mit ausgewiesenem Sonnenschutz an die Strahlung gewöhnen, da sie nach den dunklen Wintermonaten besonders schutzbedürftig ist. 

Welche Konsistenz Sie für den Schutz Ihrer Haut vor der Sonne wählen, ist übrigens vollkommen Ihnen und Ihren individuellen Vorlieben überlassen. Der Schutzumfang, den Ihnen die unterschiedlichen Sprays, Öle, Lotions und Mousse bieten können, hängt allein mit dem ausgewiesenen Lichtschutzfaktor und der Verwendung einer ausreichend großen Menge zusammen.

Mit dem richtigen Sonnenschutz und » der aktuellen Bademode können Sie den Sommer in vollen Zügen genießen. Auch Hüte und Sonnenbrillen sind im Übrigen nützliche und modische Accessoires, die Sie und Ihren Körper vor den Sonnenstrahlen schützen können.

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