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Zu sich finden – Tipps für mehr Ruhe und Gelassenheit im Alltag

Frauen leisten Tag für Tag Unglaubliches. Ganz selbstverständlich gehört ihre Hingabe ihrer Familie, um die sie sich sorgen wie eine Managerin. Doch oft ist dieser Fulltime-Job nur ein Nebenberuf, immer mehr Frauen stehen mit beiden Beinen fest im Berufsleben. Doch auch, wenn Sie keine Kinder haben, Hand aufs Herz: Wann nehmen Sie sich wirklich einmal Zeit, um in Ruhe nur an sich zu denken, der Seele Raum zu geben und die Welt an sich vorbeirauschen zu lassen? Selbst wenn es nicht die lang aufgeschobene Verabredung mit der besten Freundin ist, die dazwischenkommt, oder der Theaterbesuch, für den Sie die Karten schon so lange haben, auch wenn gerade niemand Ihren Rat und Ihre Hilfe braucht oder hier noch etwas im Haushalt zu erledigen ist oder dort noch der Einkauf wartet – Ruhe- und Rastlosigkeit hat jede von uns schon einmal erlebt. Die Gedanken wirbeln, auch lange nachdem der Tag schon zu Ende ist, und in den wenigen Pausen, die wir uns gönnen, planen wir meist schon die nächsten Stunden, anstatt uns einmal in uns selbst fallen zu lassen.

Natürlich ist das leichter gesagt als getan. Das Leben fordert uns nun einmal täglich, ja gar stündlich heraus und oft nehmen wir diese Forderungen gar nicht als anstrengend oder stressig wahr. Dennoch sollten Sie sich ganz aktiv Momente in Ihren Tagesablauf einplanen, die nur Ihnen selbst gehören. Denn eines ist sicher: Wir alle können Achtsamkeit und Gelassenheit lernen. Also hängen Sie nun am besten ein innerliches Bitte-nicht-stören-Schild auf und tauchen Sie in Ruhe mit uns ab.

Nehmen Sie sich einen Moment für sich und lehnen Sie sich zurück - jetzt dreht sich alles um Sie!

Die kleinen Dinge schätzen lernen

Eine lange Auszeit ist gerade einfach nicht drin, doch Sie wissen trotzdem bald nicht mehr, wo vorne und hinten ist? Mit kleinen Ritualen oder bewusstem Gegensteuern lässt sich das eigene Wohlbefinden steigern, um Energie für den Alltag zu tanken. Das viel gebrauchte Wort „Achtsamkeit“ ist in diesen Belangen kein schlechter Ratgeber. Oft ist gar nicht die große Geste oder die radikale Veränderung nötig, manchmal tun es auch die stillen Freundlichkeiten, die Ihnen helfen, innere Ruhe zu finden und sich wieder im Leben zu verankern.

Denken Sie dran: Atmen!

Wenn wir uns gestresst fühlen, verkürzen wir automatisch unsere Atemzüge. Ein Reflex, der uns fokussiert sein lässt und reaktionsschnell macht, auf Dauer jedoch für innere Unruhe und Angespanntheit sorgt. Mit gezielten Atemübungen können Sie Ihrem Stress jedoch entgegenwirken. Lernen Sie, richtig zu atmen. Stellen Sie sich Ihren Atem dafür als etwas Kostbares vor, als eine Welle voll Ruhe oder Energie, die Sie ganz allein durch Ihren Körper lenken können, dorthin, wo sie gerade gebraucht wird. Atmen Sie bewusst zu Stellen hin, an denen Sie sich verspannt fühlen. Wenn es Ihnen schwer fällt, sich zu konzentrieren, lenken Sie Ihren Atem mit Worten von Ihren Schläfen über die Nase zu Ihrem Hals und Ihren Armen bis hinunter zu Ihren Füßen.

Eine Tasse Teee kann wahre Wunder bewirken.

Abschalten und Tee trinken

Schon das Eintreten in einen Teeladen ist eine Abkehr vom Trubel. Nehmen Sie sich die Zeit und suchen Sie sich in Ruhe einen Tee aus, auf den Sie sich freuen, der reserviert ist für Ihre ganz speziellen Momente. Stellen Sie sich mit der Verkäuferin oder einfach nach Ihrem Geschmack eine Mischung zusammen, mit der Sie etwas Schönes verbinden. Der Duft von Zitrusfrüchten zum Beispiel, der Sie an den Sommer erinnert, oder Melisse, die Ihnen innere Kraft gibt und Sie beruhigt. Zelebrieren Sie das Aufgießen und genießen Sie die ersten Schlucke ganz bewusst – das Telefon darf ruhig weiterklingeln.

 

 

Langeweile bewusst genießen

Langeweile – Ein zu Unrecht gescholtenes Gefühl, das mit ein klein wenig Übung für wunderbare Erholung sorgt. Wir raten: Vergessen Sie all die Tipps gegen Langeweile! In der S-Bahn noch schnell die Zeitung überfliegen, auf dem Telefon noch schnell eine Verabredung ausmachen und im Geiste bereits das Rezept für das Abendessen durchgehen? Stopp! Lassen Sie Leerlauf zu und genießen Sie das Nichtstun. Langeweile ist Balsam für Ihre Nerven und ein Motor für Kreativität. Wenn Sie zum Nichtstun verdonnert sind, nehmen Sie das Urteil an und tun Sie…tatsächlich einfach mal nichts. Denn dieser Moment gehört Ihnen allein, nutzen Sie ihn: Starren Sie Löcher in die Luft, lenken Sie Ihre Gedanken bewusst weg von den kleinen und großen Sorgen Ihres Alltags und genießen Sie die Entspannung.

Zeit mit sich selbst verbringen: Ihr Wellnesstag

So, wie Sie aktiv den Kontakt zu Ihren Mitmenschen pflegen, so sollten Sie auch den Kontakt zu sich selbst pflegen und ganz bewusst äußeren Stress abbauen. Tragen Sie sich einmal im Monat einen Termin mit sich selbst in den Kalender ein: Eine exklusive Veranstaltung, für die es nur eine einzige Eintrittskarte gibt. Dabei kommt es weniger darauf an, was genau Sie tun, sondern dass Sie es mit dem erklärten Ziel tun, sich selbst zu verwöhnen. Wichtig ist, dass Sie ausgetretene Pfade verlassen, auf der Couch liegen zählt also nicht. Wie wäre es damit, ein Museum in Ihrer Umgebung zu erkunden? Oder mit einer geführten Wanderung an einem Tag am Wochenende? Haben Sie schon einmal ein Day-Spa besucht oder sich im Rahmen eines Wellnesstages umsorgen lassen? Besonders gut gelingt der Rückzug zu sich selbst am Anfang mit Anleitung: ein Wochenende in einem Schweigekloster, ein Seminar in autogenem Training, eine Reiki- oder eine Shiatsu-Anwendung. Probieren Sie Neues bewusst aus!

Yoga und Meditation können dabei helfen, ganz bewusst eine Auszeit vom Alltag zu nehmen.

Zur Ruhe kommen mit Yoga und Meditation

Auch wenn es heute oft anders erscheint, aber Ziel des Yoga ist es, die allzeit kreisenden Gedanken zur Ruhe zu bringen. Das gelingt mit einer Mischung aus Dehnungs- und Lockerungsübungen sowie dem Aufbau von Körperkraft. Schaffen Sie es, mit den Yoga-Übungen auch den eigenen Atem einzufangen und in Einklang zu bringen, werden Sie dauerhaft für mehr Entspannung und damit auch für mehr Erholung in Ihrem Alltag sorgen: Durch den nach innen gerichteten Blick steigt unser Bewusstsein für uns und unsere Bedürfnisse, außerdem werden Stoffwechsel und Durchblutung angeregt und der Atem wird tiefer. Keine Angst, Sie müssen weder besonders gelenkig noch besonders sportlich sein und doch werden Sie wohlige Leichtigkeit spüren.

Meditation – die Königsdisziplin aller Entspannung – ist ebenfalls kein Hexenwerk, sondern kann erlernt werden. Und Übung macht ja bekanntlich den Meister: Planen Sie einige Minuten für sich in Ihre Morgenroutine ein und lassen Sie sich bewusst darauf ein, die Kunst der Meditation zu lernen. Nicht immer klappt es gleich beim ersten Versuch, doch die Belohnung, wenn man einmal sprichwörtlich „die Leichtigkeit des Seins“ erfahren hat, wiegt die Unsicherheiten auf dem Weg dahin auf..

Nehmen Sie sich Zeit für das Wichtigste, was es in Ihrem Leben gibt: Ihre Gesundheit und Ihr inneres Wohlbefinden. Das haben Sie sich verdient!

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