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Achtsamkeit im Advent: Weihnachten genießen mit allen Sinnen

Die fröhliche Weihnachtszeit steht vor der Tür. Und auch diesmal ist sie gefüllt mit kleinen und großen Freuden: die Wohnung dekorieren, mit den Kindern Plätzchen backen, Geschenke organisieren, das Festessen mit der Familie planen und Leckereien wie Lebkuchen und andere wunderbar festliche Köstlichkeiten zubereiten.

Kurz gesagt: Das Level an Stress und Hektik ist in dieser Zeit recht hoch. Aber, Moment mal: Ist nicht immer die Rede von Weihnachten, dem Fest von Liebe, Frieden und Besinnlichkeit? Tatsächlich vergessen wir diesen besinnlichen Teil des Weihnachtsfestes in unserem Alltag oft. Aus diesem Grund haben wir uns darüber Gedanken gemacht, wie Sie die Adventszeit achtsamer und vor allem mit allen Sinnen genießen können. Die Zeit können wir für Sie zwar nicht anhalten oder zurückdrehen. Dennoch ist Zeit an dieser Stelle  genau unser Stichwort, denn in unserem heutigen Beitrag  soll es um ein einfaches Mittel gegen Stress gehen: die bewusste Wahrnehmung des Momentes.

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Achtsamkeit: mit Entspannungsübungen den Moment genießen

Frau steht entspannt am Fenster

Die Vorweihnachtszeit mit ihren vielen Sinneseindrücken und ihrem Fokus auf Frieden und Besinnlichkeit lädt gewissermaßen dazu ein, einmal innezuhalten und dem einzelnen Moment besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Dies ist auch die Grundlage von Achtsamkeitsübungen: es geht bei dem Konzept der Achtsamkeit darum, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Sie beobachten, was Sie tun und welche Gedanken und Gefühle in Ihnen auftauchen. Jedes einzelne lassen Sie zu, ohne Vorurteil und ohne Wertung. Was sich einfach anhört, erfordert jedoch Geduld und Übung. Wenn Sie nun an Entspannungstechniken wie Meditation denken, dann geht Ihre Vorstellung schon in die richtige Richtung.

Sich besinnen und Stressgefühle wegatmen

Ihren Ursprung hat die Achtsamkeitslehre im Buddhismus. Seit den 1970er-Jahren wurde sie wissenschaftlich untersucht und gilt heute als eine erfolgreiche Methode zur Bewältigung von Stress. Wissenschaftler bestätigen, dass Meditationen und Aufmerksamkeits- sowie Atemübungen helfen, in stressigen Situationen ruhiger und gelassener zu bleiben. Zum Teil bieten auch Krankenkassen Kurse für Achtsamkeit an. Um die positiven Wirkungen von Achtsamkeitsmeditation, bewusstem Gehen, Yoga-Asanas oder Atemübungen kennenzulernen, müssen Sie aber keinen kompletten Kurs belegen. Es gibt einfache Techniken, die Sie im Alltag ausprobieren und üben können. So können Sie ohne viel Aufwand das Weihnachtsfest mit allen Sinnen genießen und inmitten der stressigen Weihnachtsvorbereitungen Ruhe und zu sich selbst finden.

5 Achtsamkeitstipps für die Weihnachtzeit

Wenn Sie achtsam sind und alles beobachten, was im Moment geschieht, dann sind auch Ihre Sinne wie Sehen, Hören, Schmecken, Riechen und der Tastsinn wach und aktiv. Düften, Klängen und Geschmäckern, aber auch Ihren Gefühlen und Gedanken schenken Sie dann mehr Aufmerksamkeit.

Achtsaamkeitstipps für einen entspannten Advent

Achtsamkeit am Morgen: Das Frühstück bewusst schmecken
Starten Sie mit Achtsamkeit in den Tag und nutzen Sie das Frühstück für die erste Übung. Das Wichtigste zuerst: Nehmen Sie sich Zeit und legen Sie das Smartphone zur Seite. Spüren Sie in sich hinein und fühlen Sie, wie viel Hunger Sie eigentlich haben. Nur ein wenig Appetit oder knurrt Ihnen schon der Magen? Lassen Sie sich das Essen buchstäblich auf der Zunge zergehen und erkunden Sie den Geschmack von Müsli, Brötchen, Milch, Tee oder Kaffee. Kauen Sie bewusst und langsam. Durch das bewusste Essen erhalten Sie nicht nur ein besseres Gefühl für die Lebensmittel, die Sie essen, sondern Sie nehmen auch besser wahr, wann Sie wirklich satt sind. Sich generell mehr Zeit für alltägliche Dinge zu nehmen ist zudem ein bewährtes Mittel gegen Stress.

Achtsam in der Natur: Bewusst gehen
Nach dem Frühstück schlüpfen Sie in Ihre » Winterjacke und machen sich auf den Weg zur Arbeit. Verwandeln Sie diesen Moment in eine achtsame Entspannungsübung: die Gehmeditation. Gehen ist ein Vorgang, der ganz automatisch abläuft. Beobachten Sie nun einfach einmal, wie Sie gehen. Spüren Sie, wie Ihr » Stiefel auf dem Boden aufkommt. Auf welchem Untergrund laufen Sie? In welchem Tempo laufen Sie? Achten Sie auch auf die Umgebung, wie die kalte, frische Luft oder die Geräusche des Straßenverkehrs. Auch diese gehören nämlich dazu. Also ärgern Sie sich nicht darüber, sondern nehmen Sie die Situation bewusst wahr und akzeptieren Sie sie.

Frau entspannt mit Heißer Schokolade

Die Entspannungstechnik für zwischendurch: die kleine Atempause mitten am Tag
Die kleine Atempause ist eine der beliebtesten Achtsamkeitsübungen, weil sie leicht durchzuführen ist. Wenn Sie im Alltag merken, dass eine stressige Situation bevorsteht, dann gönnen Sie sich bewusst eine kurze Pause, etwa eine Minute reicht schon. Stellen oder setzen Sie sich bequem hin, schließen Sie die Augen und beobachten Sie einfach Ihren Atem. Spüren Sie wie die Luft zur Nase ein- und ausströmt und wie sich Ihr Bauch vor und zurück bewegt. Durch die Beobachtung vertieft sich Ihr Atem und Sie fühlen sich entspannter. Nehmen Sie dieses Gefühl mit in den weiteren Tag.

Achtsamer Moment: die Sinne schärfen
Nach der Arbeit möchten Sie schnell einige Weihnachtseinkäufe erledigen und das eine oder andere Geschenk besorgen? Nutzen Sie diese Möglichkeit für eine Achtsamkeitsübung der Sinne. Nehmen Sie bewusst die Düfte um sich herum wahr – riecht es in der Adventszeit doch überall herrlich nach gebrannten Mandeln und Glühwein. Hören Sie die Klänge der Weihnachtsmusik und das Stimmengewirr um Sie herum. Haben Sie auch einen Sinn für die vielen Lichter. Beobachten Sie aufmerksam den Moment, atmen Sie entspannt und spüren Sie, wie gelassen Sie sein können inmitten des Weihnachtstrubels.

Achtsamkeit am Abend: Dankbarkeit 
Wenn Sie wieder zuhause sind, tauschen Sie Ihre » Bürokleidung gegen eine bequeme » Schlupfhose und einen kuscheligen » Pullover. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit für sich und wenden Sie eine weitere beliebte Entspannungstechnik an. Setzen Sie sich bequem hin, gern auch in einer Meditationshaltung, und lassen Sie den Tag noch einmal gedanklich Revue passieren. Überlegen Sie, für welche Momente, Dinge oder Menschen Sie an diesem Tag dankbar sind. Das können Ihr Partner und Ihre Kinder sein, aber auch Kleinigkeiten wie die Spatzen draußen im Baum. Mit dieser Achtsamkeitsübung schulen Sie Ihre Fähigkeit, die kleinen und doch so schönen Dinge im Alltag wahrzunehmen.

Mit mehr Achtsamkeit und einigen Entspannungstechniken im Alltag schenken Sie Momenten, Personen und Dingen wieder mehr Wertschätzung. Welche Übungen und Tipps kennen Sie, um in stressigen Zeiten neue Kraft zu tanken? Schreiben Sie es uns gern in den Kommentaren. Wir wünschen Ihnen eine besinnliche und achtsame Vorweihnachtszeit!

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