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Luftig leichtes Leinen

Locker liegt sie auf unserer Haut und kühlt wohltuend an heißen Sommertagen: Leinenkleidung sorgt für Sommergefühle pur! Die Nutzung von Leinengewebe hat sich von Alltagsbegleitern wie Beuteln und Bettwäsche zum absoluten Must-have der modischen Frau von heute entwickelt. Ursprünglich war Leinen ein weit verbreitetes Gewebe, bis es im 19. Jahrhundert von der Baumwolle verdrängt wurde. Erst seit etwa zehn Jahren gewinnt Leinen als nachhaltige Naturfaser wieder mehr an Bedeutung. Spätestens diesen Sommer hat Leinen sein » Sommermoden-Comeback endgültig  geschafft und begegnet uns überall. Wir zeigen Ihnen heute, was für geniale Eigenschaften das Material mit sich bringt und wie Sie den Sommertrend stilvoll kombinieren.

 

Ein Model trägt eine weiße Leinenbluse und haelt den Kragen festKühlendes Material mit Edelknitter

Leinen wird aus der Flachsfaser hergestellt und teilweise mit anderen Garnen wie Baumwolle verwoben. Deshalb unterscheidet man Reinleinen und Halbleinen. Je höher der Leinenanteil ist, desto wertvoller die Kleidung. Ein natürlicher Glanz, kühler Griff und die sand- bis cremefarbene Optik sind typisch für das Gewebe.

Die thermoregulierende und natürlich-antibakterielle Eigenschaft macht Leinen dabei zu einem echten Sommerfavoriten. Es kann bis zu zwanzig Prozent seines Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen und diese schnell wieder ableiten. Dadurch fühlt sich Leinen angenehm kühl, aber nicht feucht, auf der Haut an – Sehr praktisch, wenn uns die sommerlichen Temperaturen zum Schwitzen bringen! Da Kleidung aus Leinen oftmals eher leger und luftig locker geschnitten ist, fühlt man sich stets sehr wohl in Outfits aus diesem Material. Durch ihren Schutz vor UV-Strahlen sind Leinen auch für einen langen Spaziergang  das ideale Material – aber natürlich sollten Sie das Eincremen trotzdem nicht vergessen.

Zugleich ist der Stoff sehr robust und schmutzresistent, sodass die Kleidung den aktiven Sommeralltag mit leckerer Eis-Schlemmerei übersteht und Sie sich lange an ihr erfreuen können. Da das Material sehr stabil und kaum elastisch ist, entstehen schnell Knitterfältchen, die jedoch keinesfalls weggebügelt werden müssen. Sie machen erst den Leinen-Charakter aus und werden andachtsvoll Edelknitter genannt.

 

Von wegen Kartoffelsack!

Beim Stichwort Leinenmode denken Sie eher an einen Kartoffelsack statt an einen edlen Zwirn? Weit gefehlt! 😉 Raffinierte Schnitte und Verzierungen wie Stickereien machen auch aus schlichter Leinenkleidung einen echten Hingucker. Ein echter Klassiker  ist zum Beispiel eine ecru-farbene » Hemdbluse aus reinem Leinen mit Knopfleiste. Eine leichte Taillierung sorgt für eine optimale Passform und sieht zu einer Jeans hervorragend aus. Bevorzugen Sie bei Ihrem Leinenoberteil etwas mehr Pepp, eignen sich Blusen oder T-Shirts mit Effekt-Stickereien oder Strass-Applikationen am Ausschnitt oder der Knopfleiste. Neben dem typischen Beige oder Cremeweiß sehen auch » Erdtöne wie Oliv oder Braun stimmig aus, da sie die Natürlichkeit des Materials unterstreichen.

Doch Leinen muss nicht immer einfarbig sein! Wir lieben aktuell besonders angesagte Palmenmotive. Ebenso sind wir ganz vernarrt in die gestreifte Blusenjacke mit Bindegürtel sind. Ein perfekter Begleiter für den Abend!

Styling-Tipp: Halten Sie sich bei Leinenmode gern die Erdton-Farbpalette, da Naturmaterialien wie Leinen so am edelsten wirken. Kombinieren Sie zu einem gemusterten Kleidungsstück am besten etwas Einfarbiges. So wirkt Ihr Look  elegant und nicht zu überladen.

Möchten Sie Kleidungsstücke aus Leinen mit anderen Materialien mixen, empfehlen sich matte Stoffe wie Denim oder Baumwolle. Feine Seide oder Leder passen eher weniger zu Leinen und lassen die Kombination oft künstlich wirken. Bei den Schuhen können Sie der Naturoptik treu bleiben und Espandrilles oder zarte » Sandalen tragen.

Beauty-Tipp: Tragen Sie für einen besonders eleganten Auftritt ein leichtes goldenes Tages-Make-Up zu Ihrer Leinen-Kombination. So gewinnt der natürliche Look ein wenig an sommerlichem Glamour.

 

Die richtige Leinen-Pflege

Ein Stapel Leinenstoffe in Nahaufnahme

Zwar ist das Material sehr robust, dennoch benötigt Leinen eine gewisse » Pflege. Was Sie beim Waschen von Leinen beachten sollten, haben wir hier für Sie zusammengefasst:

  • Berücksichtigen Sie in jedem Fall das Pflege-Etikett und geben Sie empfindliche Kleidungsstücke in die Reinigung.
  • Wenn Sie selbst Leinen waschen, dann nur im Schonwaschgang und getrennt von anderen Kleidungsstücken, da der Stoff sehr empfindlich auf Reibung reagiert.
  • Geben Sie Leinen nicht in den Wäschetrockner, sondern lassen Sie die Kleidung an der Luft (aber nie unter direkter Sonneneinstrahlung!) trocknen, um ein Ausblassen der Fasern zu vermeiden.
  • Falls Sie kein Fan von den Knitterfalten sind, bügeln Sie Leinen am besten auf links, solange das Material noch leicht feucht ist, denn Leinen verträgt keine trockene Hitze.

Wir hoffen, wir konnten Sie auf den Leinen-Geschmack bringen und wünschen Ihnen einen luftig-leichten Start in den Sommer!

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